Selbstfürsorge lernen: Warum Pausen oft schwerfallen

Selbstfürsorge lernen: Warum Pausen oft schwerfallen

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Selbstfürsorge ist in den letzten Jahren fast zum Modewort geworden. Schaumbad, Duftkerze, Yoga, Sport, ein freier Nachmittag mit einem guten Buch. Das alles kann guttun. Die meisten Menschen wissen ziemlich genau, was ihnen guttut und tun es auch immer wieder, fallen aber nach kurzer Zeit oft in ihre alten Routinen und Muster zurück.

Am Wissen fehlt es also selten. Häufig fehlt es an etwas anderem: an unterstützenden Überzeugungen, an Kraft und Möglichkeiten und ganz besonders an der eigenen inneren Erlaubnis, gut für sich sorgen zu dürfen. Diese Erlaubnis kann es deutlich erleichtern, Selbstfürsorge dauerhaft und stimmig im Alltag zu leben. Und sie hat oft etwas mit dem zu tun, was wir schon früh in unserer Familie gelernt haben. Wer mit Menschen groß geworden ist, die sich nie oder selten eine Pause gegönnt haben, sitzt manchmal selbst auf dem Sofa und steht nach zwei Minuten wieder auf.

Dieser Artikel zeigt, welche Ebenen bei der Selbstfürsorge eine Rolle spielen und was es braucht, damit Ruhe sein darf.

Was Selbstfürsorge wirklich bedeutet

Selbstfürsorge heißt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Für die eigene Kraft, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Dazu gehört, wahrzunehmen, was uns stärkt, wo unsere Grenzen liegen und wann wir Unterstützung brauchen.

Systemisch betrachtet können uns dabei Glaubenssätze im Weg stehen, die wir in unserer Familie gelernt haben, etwa, dass vor allem Leistung Anerkennung verdient. Für gute Noten gab es Lob, für Fleiß Wertschätzung, für Erfolge vielleicht sogar Preise. Für eine Pause gab es nichts davon.

Dahinter steht oft das große Thema Zugehörigkeit. Jeder Mensch möchte dazugehören. In der Herkunftsfamilie, der eigenen Partnerschaft, in Freundschaften oder auch im Job im Team. Dafür passen wir uns häufig an das an, was in unserer Familie selbstverständlich war. Gerade unter Belastung greifen wir schnell unbewusst auf vertraute Verhaltensweisen zurück.

Wie geht unsere Familie mit Pausen um? Wie gehen unsere Eltern mit sich selbst um? Sie sind unsere ersten Vorbilder. Von ihnen lernen wir schon als Kind viel darüber, wie wir mit uns umgehen, mit Beziehungen, mit Bedürfnissen und eben auch mit Selbstfürsorge.

Ich selbst habe zum Beispiel gelernt, dass es egoistisch ist, sich um sich selbst zu kümmern. Seit langem ist für mich völlig klar: Selbstfürsorge ist kein Egoismus. Sie hilft uns, in unserer Kraft zu sein, umsetzen zu können, was uns wichtig ist und auch für andere da zu sein, ohne uns dabei selbst zu verlieren.

Selbstfürsorge braucht auch keine zusätzliche Rechtfertigung. Gut für sich zu sorgen, ist erlaubt, weil die eigenen Bedürfnisse und das eigene Wohlbefinden wichtig ist.

Wie Selbstfürsorge wirkt und was passiert, wenn sie fehlt

Gut für sich zu sorgen, kann auf vielen Ebenen entlasten. Wer Gelegenheit hat, sich zu erholen, hat im Alltag häufig mehr Geduld: mit den Kindern, im Team und mit sich selbst. Manchmal entsteht dadurch auch wieder Raum, um ein schwieriges Gespräch in Ruhe zu führen oder die eigenen Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen.

Wenn Erholung dauerhaft zu kurz kommt, wird der Alltag dagegen oft anstrengender. Man ist schneller gereizt, fühlt sich erschöpft oder merkt, dass selbst schöne Dinge nur noch wie weitere Aufgaben wirken.

Das sind keine persönlichen Versäumnisse. Sie können ein Anlass sein, genauer hinzuschauen: Was kostet gerade besonders viel Kraft? Was fehlt? Und welche Unterstützung ist tatsächlich möglich?

Eng damit verbunden ist ein Muster, das ebenfalls viele kennen: immer wieder über die eigenen Grenzen zu gehen, oft ohne es rechtzeitig zu merken. Wer sich innerlich kaum erlaubt, gut für sich zu sorgen, dem fallen möglicherweise auch Abgrenzung und ein klares Nein schwer. (Erfahre hier, wie ein Nein gelingen kann, das sich stimmig anfühlt.)

Warum Selbstfürsorge so oft am schlechten Gewissen scheitert

Ein Elternteil setzt sich nach einem langen Tag endlich hin. Der Blick fällt auf den Wäschekorb. Zwei Minuten später wird wieder Wäsche zusammengelegt. Eine Führungskraft fährt in den Urlaub und liest jeden Abend Mails, „nur kurz, damit nichts liegen bleibt“. Eine Mitarbeiterin bleibt länger, weil alle länger bleiben, obwohl ihre Arbeit erledigt ist.

Von außen sieht das nach Pflichtbewusstsein aus. Von innen meldet sich das schlechte Gewissen, bevor überhaupt Ruhe einkehren kann.

Dieses schlechte Gewissen kann eine Form von Loyalität sein: Man bleibt der eigenen Familie verbunden, indem man es genauso macht wie sie. Dahinter stecken manchmal Sätze, die niemand ausdrücklich beigebracht hat und die trotzdem wirken: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ „Bei uns wird nicht rumgesessen.“ „Wer rastet, der rostet.“

Es können aber auch aktuelle Erwartungen dahinterstehen. Vielleicht wird im Team tatsächlich vorausgesetzt, ständig erreichbar zu sein oder zu Hause bleiben Aufgaben liegen, weil niemand sie übernimmt. Deshalb lohnt sich der Blick auf beides: auf die inneren Überzeugungen und auf die äußeren Bedingungen.

Welche Ebenen bei der Selbstfürsorge eine Rolle spielen

In meiner Arbeit mit SystemEmpowering nutze ich die sieben Veränderungsebenen, um herauszufinden, was gebraucht wird, damit das eigene Ziel, z. B. gesünder leben, erreicht werden kann bzw. was dafür noch fehlt: Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten, Überzeugungen, Identität, Vision und Sinn sowie die Systemgesetzebene.

Für die Selbstfürsorge lohnt es sich ebenfalls genauer hinzuschauen: Was lässt sich im Alltag verändern? Welche Fähigkeiten fehlen vielleicht noch? Und welche inneren Überzeugungen oder Sätze, die man über sich selbst denkt, machen die Umsetzung schwer?

Der typische Anfang: im Außen

Viele Menschen verändern zuerst etwas an ihrer Umgebung oder ihrem Verhalten. Sie kaufen ein Buch über Selbstfürsorge, fangen an, mehr Sport zu treiben, lernen ein Instrument oder buchen einen Urlaub.

Das kann wertvoll sein. Bewegung, Freude und Erholung dürfen unmittelbar guttun. Manchmal entstehen daraus bereits neue Gewohnheiten.

Manchmal bleibt es allerdings schwierig, ihnen dauerhaft Raum zu geben. Der Yogakurs fällt aus, „weil gerade so viel los ist“. Nach dem Urlaub ist der Kalender sofort wieder voll. Die gerade frisch integrierte Routine lässt sich nicht halten.

Dann hilft es, neugierig zu werden, statt sich mangelnde Disziplin vorzuwerfen: Fehlt Zeit? Fehlt Unterstützung? Oder fühlt sich die Pause innerlich falsch an, obwohl sie möglich wäre oder sogar dringend nötig wäre?

Die Systemgesetzebene: Zugehörigkeit und Anerkennung verstehen

Auf der Systemgesetzebene schaue ich unter anderem auf Grundbedürfnisse wie Zugehörigkeit und Anerkennung. In meiner Arbeit ist das ein wichtiger Zugang, wenn Menschen sich Ruhe wünschen und sie sich trotzdem kaum erlauben können.

Vielleicht war Leistung eng damit verbunden, gesehen und geschätzt zu werden. Daraus können Überzeugungen entstehen wie: Nur Leistung zählt. Selbstfürsorge ist egoistisch. Oder: Wenn ich weniger leiste, bin ich weniger wertvoll und weniger liebenswert.

Wer solche Verknüpfungen verinnerlicht hat, erlebt eine Pause möglicherweise nicht einfach als Erholung. Sie kann sich anfühlen, als würde dadurch etwas Wichtiges auf dem Spiel stehen. Die Frage kann dann lauten: „Was brauche ich, damit ich mich auch mit meinen Bedürfnissen zugehörig und wertvoll fühlen kann?“ und es kann wertvoll sein, alte familiäre Muster zu durchbrechen.

Überzeugungen und Identität: Was sich verändern darf

Wenn die inneren Bremsen gelöst werden und die eigene Erlaubnis für Selbstfürsorge wächst, können sich auch die eigenen Überzeugungen verändern. Aus „Pause muss man sich verdienen“ kann „Ruhe gehört zu meinem Leben dazu“ werden. Aus „Selbstfürsorge ist egoistisch“ wird „Meine Bedürfnisse zählen genauso wie die anderer“.

Auch das, was man über sich selbst denkt, darf mehr Spielraum bekommen: „Ich bin die, die alles im Griff hat.“ oder „Ich bin der, auf den man sich immer verlassen kann.“

Solche Selbstbilder können Halt geben. Anstrengend und kräftezehrend werden sie, wenn sie wenig oder keinen Raum für eigene Grenzen und Erholung lassen.

Mutter und Vater dürfen sagen: „Ich brauche jetzt eine halbe Stunde für mich.“ und ein verlässlicher Mensch darf eine Aufgabe ablehnen, wenn seine Kraft dafür gerade nicht reicht.

Es geht nicht darum, weniger fürsorglich, liebevoll oder verantwortungsbewusst zu sein. Es geht darum, sich selbst in diese Fürsorge mit einzubeziehen und sich selbst wichtig genug zu nehmen.

Vision und Sinn: Welches Leben möchte man führen?

Zur Selbstfürsorge gehört auch die Frage, was einem wirklich am Herzen liegt. Wie soll sich der Alltag anfühlen? Wofür möchte man Kraft haben? Und welchen Platz sollen Freude, Ruhe und Beziehungen darin bekommen?

Für Eltern kann es bedeutsam sein, ihren Kindern einen freundlichen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen vorzuleben. Für andere geht es vielleicht darum, wieder Energie für Freundschaften, Kreativität oder etwas zu haben, das lange zu kurz gekommen ist. Daraus muss keine weitere Aufgabe werden. Auch ein Nachmittag, der einfach schön ist, darf genug Sinn haben.

Selbstfürsorge im Privaten: Was Kinder von ihren Eltern lernen

Kinder lernen viel aus dem, was sie im Alltag beobachten. Wenn Mutter oder Vater sich ständig verausgaben, kann der Eindruck entstehen: Erwachsensein heißt, erschöpft zu sein. Oder: Die eigenen Bedürfnisse kommen immer zuletzt.

Das bedeutet nicht, dass ein anstrengender Tag oder eine erschöpfte Phase gleich eine dauerhafte Prägung hinterlässt. Eltern müssen Selbstfürsorge nicht perfekt vorleben. Hilfreich ist, wenn Bedürfnisse sichtbar sein und beachtet werden dürfen und Erwachsene Verantwortung für ihren Umgang damit übernehmen.

Manche Kinder nehmen sich zurück, wenn sie die Belastung ihrer Eltern bemerken. Andere versuchen intuitiv, sie zu entlasten oder zu trösten. Gegenseitige Rücksicht gehört zum Familienleben. Kinder sollten dabei aber nicht dauerhaft für das Wohlergehen ihrer Eltern verantwortlich sein.

Ein Satz wie „Ich brauche gerade etwas Ruhe. Ich kümmere mich darum, dass ich eine Pause bekomme“ kann Orientierung geben. Wenn Alter und Situation des Kindes es zulassen, kann das ganz konkret werden: „Ich setze mich jetzt zwanzig Minuten hin. Danach schauen wir gemeinsam dein Buch an.“

Das Kind erlebt: Bedürfnisse sind erlaubt. Pausen gehören dazu. Und Mama oder Papa kümmert sich darum, Unterstützung und Erholung zu bekommen.

Selbstfürsorge im Job: Was Teams von ihrer Führung übernehmen

Auch in Teams spielen Zugehörigkeit und Anerkennung eine Rolle. Wenn lange Anwesenheit und Dauererreichbarkeit als Zeichen von Einsatz gelten, wird eine Pause schnell zur Frage: Darf ich mir das hier erlauben?

Führungskräfte prägen durch ihr Vorbild, wie selbstverständlich Erholung und Grenzen sein dürfen. Wer selbst im Urlaub jede Nachricht beantwortet, sendet möglicherweise eine andere Botschaft als mit dem Satz „Erholt euch gut“.

Umgekehrt kann eine Führungskraft viel bewirken, wenn sie Pausen sichtbar lebt, freie Zeiten respektiert und deutlich macht, dass niemand seine Verlässlichkeit durch ständige Erreichbarkeit beweisen muss.

Dazu gehören auch klare Absprachen: Wer übernimmt während einer Abwesenheit? Was ist wirklich dringend? Und ist die Arbeit mit den vorhandenen Menschen und der verfügbaren Zeit überhaupt zu schaffen?

Dabei geht es nicht um Schuld. Viele Führungskräfte stehen selbst unter Druck. Gerade deshalb braucht Selbstfürsorge im Beruf sowohl persönliche Grenzen als auch Arbeitsbedingungen, die diese Grenzen ermöglichen.

Was es gesellschaftlich braucht, damit Ruhe sein darf

Selbstfürsorge ist nicht nur eine private Angelegenheit. Laut Zeitverwendungserhebung 2022 leisten Frauen in Deutschland rund 44 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Dazu gehören unter anderem Haushalt, Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen. Quelle: Statistisches Bundesamt

Wer viel Sorgearbeit leistet, braucht mehr als eine gute Einstellung, um zur Ruhe zu kommen. Damit Pausen im Alltag möglich werden, braucht es auch gesellschaftlich einiges:

  • Anerkennung für Sorgearbeit: Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt kosten Zeit und Kraft. Diese Arbeit muss gesehen und fairer verteilt werden.
  • Verlässliche Strukturen: Betreuungsplätze, passende Arbeitszeiten und erreichbare Unterstützungsangebote schaffen Raum für Erholung.
  • Einen anderen Umgang mit Leistung: Menschen brauchen Ruhe. Ihr Wert hängt nicht davon ab, wie belastbar oder produktiv sie sind.
  • Eine bewusstere Sprache: „Erst wenn alles fertig ist, darf ich mich ausruhen“ macht die Pause von einer Bedingung abhängig, die im Alltag oft nie erfüllt ist.

Veränderung entsteht auch dadurch, dass Menschen ihre Bedürfnisse aussprechen und Verantwortung teilen. In Familien, in Teams und im Freundeskreis.

Selbstfürsorge lernen: von innen nach außen – und im Alltag anfangen

Wenn sich eine Pause innerlich falsch anfühlt, hilft ein freier Termin im Kalender nicht immer weiter. Gleichzeitig kann eine gute Erfahrung im Alltag die innere Erlaubnis stärken. Beides darf sich miteinander entwickeln. Diese vier Schritte können dabei helfen:

1. Auf eigene Signale

Welcher Gedanke kommt, wenn man sich hinsetzt, obwohl noch etwas zu erledigen ist? Vielleicht: „Ich bin faul.“ oder: „Die anderen verlassen sich doch auf mich.“ Vielleicht ist aber auch ein Gefühl von Schuld oder schlechtem Gewissen da. Vielleicht taucht aber auch immer wieder derselbe Glaubenssatz auf. Diese Signale zunächst wahrzunehmen, lohnt sich bereits, um für sich selbst klarer zu erkennen, was innerlich bremst.

2. Wann war es mal anders?

Woher ist dieser Satz oder dieses Gefühl bekannt? Wer hat so gelebt? Und was könnte damals dahintergesteckt haben Der Blick darf auch auf heute gehen: Erwartet tatsächlich jemand, dass man alles übernimmt? Braucht es eine neue Absprache oder eine andere Aufgabenverteilung?

3. Die Erlaubnis entstehen lassen

Vielleicht entsteht mit der Zeit ein Satz wie: „Ich darf zuverlässig sein und trotzdem Grenzen haben.“ oder: „Ich muss nicht warten, bis alles erledigt ist.“. Diese Entwicklung braucht Zeit. Hilfreich ist, zu beobachten, was noch bremst und sich bei Bedarf auch Unterstützung zu holen.

4. Das Neue im Alltag ausprobieren

Eine kleine Pause. Eine Bitte um Unterstützung. Ein stimmiges Nein. Eine Aufgabe, die jemand anderes übernimmt.

Der Einstieg darf sich stimmig anfühlen. Man kann zunächst die eigene Umgebung so gestalten, dass Pausen leichter möglich werden, und sich Schritt für Schritt den inneren Mustern zuwenden. Beides kann auch parallel geschehen. In meiner Arbeit erlebe ich häufig, dass es für nachhaltige Veränderungen wichtig und erforderlich ist, die dahinterliegenden Themen und inneren Bremsen in der Ahnenarbeit zu bearbeiten. Dabei geht es nicht allein darum, die eigene Geschichte zu verstehen, sondern vor allem darum, die Ursachen dessen zu lösen, was heute innerlich zurückhält. Tempo und Reihenfolge dürfen dabei zum eigenen Leben passen.

Selbstfürsorge ist kein Projekt, das man einmal abschließt. Sie ist eine Haltung, die sich im Alltag entwickeln darf. Und manchmal beginnt sie mit nichts weiter als dem Moment, in dem man sitzen bleibt, obwohl der Wäschekorb noch voll ist. Vielleicht wird mit der Zeit ein neuer innerer Satz vertrauter: „Es darf mir gut gehen. Ich darf für mich sorgen.“

 

Du weißt, was dir guttun würde, und trotzdem fällt es dir schwer, es umzusetzen? Im kostenfreien Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf dein Anliegen und darauf, ob mein Coaching zu dir passt. Hier geht’s zum Einzelcoaching.

Für dich auf den Punkt gebracht

Selbstfürsorge braucht Raum: im Alltag und oft auch in den eigenen inneren Überzeugungen. Wenn Leistung in der Familie eng mit Anerkennung verbunden war, kann es schwerfallen, sich Ruhe zu erlauben. Diesen Zusammenhang zu verstehen, kann entlasten. In meiner Arbeit geht es darüber hinaus darum, die dahinterliegenden Themen und inneren Bremsen zu bearbeiten, damit sich Verhalten, Routinen und Muster nachhaltig verändern können.

Gleichzeitig braucht es praktische Unterstützung, faire Aufgabenverteilung, Verständnis für sich selbst, neue Erfahrungen und erreichbare Pausen. Niemand muss alles allein verändern. Der Anfang kann auf der Umgebungsebene liegen, bei den inneren Themen oder in beidem – so, wie es stimmig ist.

Die eigenen Bedürfnisse sind auch dann wichtig, wenn die Arbeit noch nicht fertig ist.

FAQ

  1. Ist Selbstfürsorge egoistisch? Nein. Selbstfürsorge bedeutet, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen ernst zu nehmen. Das kann auch Beziehungen guttun. Sie muss aber nicht damit gerechtfertigt werden, anschließend wieder mehr für andere leisten zu können.
  2. Warum haben viele Menschen ein schlechtes Gewissen, wenn sie eine Pause machen? Dahinter können erlernte Überzeugungen stehen, etwa „Nur wer viel leistet, verdient Anerkennung“. Auch das Bedürfnis, der eigenen Familie verbunden zu bleiben, kann eine Rolle spielen. Manchmal entsteht das schlechte Gewissen durch aktuelle Erwartungen oder eine unfaire Verteilung von Aufgaben. Es lohnt sich, beides anzuschauen.
  3. Warum fällt Selbstfürsorge trotz Yoga, Sport oder Urlaub oft schwer? Diese Aktivitäten können guttun. Manchmal reichen sie allein aber nicht aus, um einen übervollen Alltag auszugleichen. Oder man erlaubt sie sich nur, wenn vorher alles erledigt ist. Dann kann es helfen, sowohl die Rahmenbedingungen als auch die inneren Überzeugungen zu betrachten. In meiner Coachingarbeit erlebe ich häufig, dass die dahinterliegenden inneren Bremsen bearbeitet werden müssen, damit neue Routinen dauerhaft ihren Platz finden.

Die drei wichtigsten Aspekte

  • Die eigenen Bedürfnisse zählen. Ruhe muss nicht erst verdient werden.
  • Innere Bremsen verdienen Aufmerksamkeit. Familiäre Prägungen zu erkennen, kann ein Anfang sein. In meiner Arbeit gehört dazu, die dahinterliegenden Themen zu bearbeiten.
  • Der eigene Weg darf stimmig sein. Veränderungen im Alltag und die Arbeit an inneren Mustern können Schritt für Schritt oder parallel geschehen.

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Über mich

Eileen Lachmann, Coach und Mediatorin in Kiel, über mich

Ich bin Eileen, Volljuristin, systemischer Coach und Mediatorin, verheiratet und Teil einer Patchworkfamilie.

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